Antonino Cavalazzi begann seinen Weg als Geigenbauer als Schüler des angesehenen Geigenbauers Domenico Veggi. Seine Arbeit zeigt eine klare Vorliebe für Instrumente nach Stradivari-Modellen und damit eine enge Verbundenheit mit der klassischen Cremoneser Tradition. Cavalazzis Geigen zeichnen sich durch ihre eleganten Konturen und eine äußerst sorgfältige Ausführung aus – Eigenschaften, die sowohl auf seine Ausbildung als auch auf die italienische Geigenbauschule insgesamt zurückgehen.
Ein besonderes Merkmal seiner Instrumente ist der Lack, häufig in einem leuchtenden Goldgelb, der die Maserung des Holzes betont und den Geigen ein warmes, strahlendes Erscheinungsbild verleiht. Obwohl Cavalazzi ein eher zurückgezogenes, privates Leben führte, sichert ihm sein Schaffen einen Platz unter jenen Geigenbauern, die das Erbe Stradivaris behutsam in die neuere Zeit weitergetragen haben. Seine Instrumente werden bis heute für ihre optische Eleganz und ihren vollen, ausdrucksstarken Klang geschätzt.